Kategorie-Archiv:Allgemein

Konfrontation, Anbiederung, Staatsnähe

Drei liberale Wege und ihr Preis

Vorbemerkung in eigener Sache

Ich schreibe dies als Partei, nicht als neutraler Beobachter, und es ist redlicher, das voranzustellen, als es zu verbergen. Mein Ziel ist eine ordnungspolitische Perspektive und daraus folgend Reform: die geduldige Arbeit an den Regeln, die den Rahmen einer freien Gesellschaft bilden. Das ist nicht das Ziel vieler, die sich zu den Freiheitsfreunden zählen. Manchen gilt Ordnungspolitik als zu etatistisch, als „bäh“, als heimlicher Staatsglaube im liberalen Gewand. Diesen Einwand nehme ich ernst, und ich will die Positionen, die ich im Folgenden kritisiere, möglichst fair an ihren eigenen Zwecken messen, nicht an meinen. Aber ich bleibe bei der Kritik. Und ich werbe für das Ordnungsdenken, weil ich die Alternativen für noch zweckärmer halte – für Wege, die entweder ins Folgenlose führen oder in die Selbstaufgabe.

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Was folgt, ist deshalb keine Abrechnung. Es ist ein Spiegel. Ich möchte dreien unter uns Freiheitsfreunden, mich selbst nicht ausgenommen, zeigen, wohin ihr Weg führt und dass er, gemessen an dem, was wir alle behaupten zu wollen, nicht dorthin führt. Denn gemeinsam haben wir, quer durch alle Lager: Wir wollen Verbesserungen, die mehr Freiheit bedeuten, mehr Selbstbestimmung, bessere Wohlfahrtsperspektiven. An diesem gemeinsamen Ziel messe ich die Wege. Verändern wird das niemandes Verhalten, da mache ich mir keine Illusionen. Aber der Spiegel bleibt stehen, auch wenn keiner hineinsehen will.

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Neu: Geld in Freiheit

Eine liberale Geldordnung für das 21. Jahrhundert

Geld wird gewöhnlich als technisches Instrument der Wirtschaftspolitik betrachtet – als Stellgröße, über die Zentralbanken Konjunktur, Beschäftigung und Preisniveau steuern sollen. Diese Vorstellung ist verbreitet, aber irreführend. Geld ist keine Variable bewusster Steuerung, sondern selbst eine Ordnungsfrage. Es koordiniert das Handeln Millionen einander unbekannter Menschen und ist damit Voraussetzung jeder funktionierenden Marktwirtschaft. Gerade darin unterscheidet sich eine freiheitliche Geldordnung grundlegend von den heutigen, politisch beherrschten Währungssystemen. Wo Diskretion, Intervention und Krisenbewirtschaftung vorherrschen, setzt eine liberale Geldordnung auf allgemeine Regeln, Haftung und Wettbewerb. Dieser Essay entfaltet die Geldfrage nicht als geldpolitisches Programm, sondern als Ordnungsproblem. Er zeigt die strukturellen Defekte des Zentralbanksystems, die Logik wettbewerblicher Geldordnungen und die technologischen Voraussetzungen ihrer Wiederkehr – und erklärt, warum freies Geld weder populär noch wahrscheinlich, aber denkbar bleibt.

Paperback

108 Seiten

ISBN-13: 9783696384524

Verlag: BoD – Books on Demand

Erscheinungsdatum: 04.06.2026

Bei BoD: Geld in Freiheit

Bei Amazon: Geld in Freiheit

Der stille Verfall von Institutionen

Jasay’s Garden 2026 – Muster, Mechanismen und Grenzen institutioneller Ordnung

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Jasay’s Garden widmet sich 2026 einem Thema, das selten laut verhandelt wird – und doch allgegenwärtig ist: dem Verfall von Institutionen.

Institutionen sind die unscheinbaren Träger moderner Ordnung. Sie strukturieren Erwartungen, begrenzen Macht, ermöglichen Kooperation und schaffen Verlässlichkeit über persönliche Beziehungen hinaus. Gerade deshalb werden sie meist erst dann wahrgenommen, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Der Verfall von Institutionen vollzieht sich selten spektakulär. Er geschieht schleichend: durch Überlastung, durch Regelanhäufung, durch Machtverschiebungen, durch Selbstreferenz. Oft bleibt er lange unsichtbar, weil Institutionen auch im Verfall noch arbeiten – nur schlechter, träger, widersprüchlicher.

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Katastrophen und Klimawandel von der Antike bis heute

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Ronald D. Gerste, Augenarzt, Historiker, Journalist und Sachbuchautor, hat vor 10 Jahren eine populärwissenschaftliche Darstellung veröffentlicht, die Wetter- und Klimaereignisse als Faktoren historischer Entwick

lungen interpretiert. In 29 Essays verbindet er Episoden der Weltgeschichte mit meteorologischen Bedingungen – von der Antike bis in die Gegenwart.

Das Werk bewegt sich zwischen populärer Vermittlung und wissenschaftlicher Illustration. Es bietet eine Reihe selektiv gewählter Beispiele, die zumeist bildungsbürgerliche relevante Ereignisse rekapitulieren – etwa die Seeschlacht bei Salamis, die Russlandfeldzüge Napoleons und Hitlers, die Stürme gegen die spanischen Armadas – extreme Kälte-, Hitze-, Dürrephasen, letztere ist z.B. mit dem Niedergang der Maya-Kultur verbunden. Auch kulturhistorische Motive wie die Winterbilder Averkamps werden einbezogen oder die Gründung der Masse der deutschen Stäfte während der mittelalterlichen Warmzeit.

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