Eine ordnungspolitische Klarstellung
Der Begriff „Kriegswirtschaft“ erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Spätestens seit der russischen Invasion in der Ukraine und der offen strategischen Neuorientierung Chinas wird er genutzt, um einen grundlegenden geopolitischen Bruch zu beschreiben. Auch Daniel Stelter greift diese Deutung auf – unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die Thesen von David Baverez.
Die geopolitische Diagnose mag in Teilen zutreffen. Ordnungspolitisch jedoch ist die Rede von der „Kriegswirtschaft“ hochproblematisch – und zwar nicht nur semantisch, sondern institutionell.
