Die Flucht deutscher Literaten und Intellektueller 1940 bis 1841 nach und über Marseille in eine freie Welt, vorwiegend die USA, reißt den Leser mit. Uwe Wittstock erzählt dicht und gestützt auf einen Fundus an Quellen. Die Schicksale sind ergreifend. Permanente Verfolgungsgefahr, Angst als Regime-Gegner von den Deutschen aufgegriffen zu werden, Internierung in französischen Lagern, abhängig von absurder, zuweilen perfider Bürokratie, der Willkür ausgeliefert, der Verlust von Status und bürgerlicher Existenz sowie körperliche und geistige Entbehrungen brechen über viele Literaten hinein. Sie haben die Zeichen der Zeit zu spät erkannt. Plötzlich schlägt alles um. Die Wehrmacht erobert Frankreich in rasendem Tempo. Marseille wird zum überfüllten Fluchtpunkt.
