„Der Bauernkrieg. Die Revolution des Gemeinen Mannes“ aus der C.H. Beck Wissen-Reihe bietet eine kompakte, aber fundierte Darstellung des deutschen Bauernkriegs von 1524/25. Das Buch zeichnet sich durch mehrere zentrale Aspekte aus, die der Experte für Bauernkriegsforschung Peter Blickle kompakt und mit vielen Originaltönen darlegt. So heißt es gleich zu Beginn des ersten Kapitels:
„Solche Uffrur“ wie jener von 1525 „ist mit Tyrrani gelegt und gestillet worden„, urteilte Johannes Stumpf, ein Pfarrer im Zürcher Oberland und ein Freund des Schweizer Reformators Huldrich Zwingli. „Dan Tyrrani und Uffrur gehören zusamen, es ist Deckel und Hafen.“
Blickles Grundthese: Er interpretiert den Bauernkrieg nicht nur als agrarischen Aufstand, sondern als umfassende gesellschaftliche Revolution des „Gemeinen Mannes“ – ein Begriff, der alle nicht-privilegierten Schichten umfasst, also Bauern, Handwerker und städtische Unterschichten.
