
Ronald D. Gerste, Augenarzt, Historiker, Journalist und Sachbuchautor, hat vor 10 Jahren eine populärwissenschaftliche Darstellung veröffentlicht, die Wetter- und Klimaereignisse als Faktoren historischer Entwick
lungen interpretiert. In 29 Essays verbindet er Episoden der Weltgeschichte mit meteorologischen Bedingungen – von der Antike bis in die Gegenwart.
Das Werk bewegt sich zwischen populärer Vermittlung und wissenschaftlicher Illustration. Es bietet eine Reihe selektiv gewählter Beispiele, die zumeist bildungsbürgerliche relevante Ereignisse rekapitulieren – etwa die Seeschlacht bei Salamis, die Russlandfeldzüge Napoleons und Hitlers, die Stürme gegen die spanischen Armadas – extreme Kälte-, Hitze-, Dürrephasen, letztere ist z.B. mit dem Niedergang der Maya-Kultur verbunden. Auch kulturhistorische Motive wie die Winterbilder Averkamps werden einbezogen oder die Gründung der Masse der deutschen Stäfte während der mittelalterlichen Warmzeit.

Jörg Späters monumentale 
„Solche Uffrur“ wie jener von 1525 „ist mit Tyrrani gelegt und gestillet worden„, urteilte Johannes Stumpf, ein Pfarrer im Zürcher Oberland und ein Freund des Schweizer Reformators Huldrich Zwingli. „Dan Tyrrani und Uffrur gehören zusamen, es ist Deckel und Hafen.“
Einige grundsätzliche Konzepte helfen, um unsere Welt und unser Leben besser zu verstehen. Dazu gehört, blinde Flecken und dummes Denken zu reduzieren, um die Welt verstehen wie sie ist und funktioniert, nicht wie ich sie mir wünsche oder annehme wie sie sein soll.